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„Herzbasiert“ mit Gelassenheit und Leichtigkeit dem Stress begegnen

Der Partner, der was Falsches sagt, der Chef, der dich nicht wertschätzt, die Kollegin, die über dich lästert oder das Kind, das morgens mal wieder ohne Ende rumtrödelt…
Je nach Tagesform können uns diese Dinge mal mehr, mal weniger aus der Haut fahren lassen. Kennst du das auch, wenn du Dinge sagst, die du eine halbe Stunde später schon wieder bereust. Dich anschließend fragst, warum du mal wieder so unfreundlich, zickig oder ungerecht warst. Und dich dann auch noch dafür verurteilst und dich dadurch noch schlechter fühlst?

Ein nicht unwesentlicher Faktor ist dabei das eigene Stresslevel, das sowohl durch die vielen Aufgaben, als auch durch dauerhafte emotionale Belastung erhöht sein kann. Gerade, wer dauerhaft nicht wirklich zur Ruhe kommt, leidet unter chronisches Stress. Manchmal bekommt man das aufgrund eines Gewöhnungseffekts noch nicht mal mehr richtig mit. Dann sind wir vielleicht latent unzufrieden, lachen nicht mehr so viel oder fühlen uns einfach nicht wirklich erfüllt. Dementsprechend sinkt das Stimmungsbarometer auch schneller. Weit entfernt von Gelassenheit und Leichtigkeit…

Für den Körper bedeutet es, dass auch dauerhaft „Stresshormone“ wie Kortisol und Adrenalin ausgeschüttet werden. Und das ist nicht nur schlecht für das Immunsystem sondern macht uns auch emotional „dünnhäutig“.

Es ist also wirklich wichtig, dass wir uns immer wieder Auszeiten nehmen und gut für uns sorgen, damit der Körper sich regulieren kann und der Stress sich nicht negativ auswirkt. Denn eigentlich ist unser Körper in der Lage, sich nach dem Stress wieder zu harmonisieren. Das geht aber nur, wenn er eine entsprechende Ruhepause bekommt.

Vielleicht stresst dich jetzt schon der Gedanke daran, auch noch eine Entspannungseinheit einzuplanen und du fragst dich, wie du das noch unterbringen sollst. Vielleicht denkst du, das ist einfach nicht drin, nicht so, wie du es eigentlich brauchst.

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupery

Ich kenne deine Situation nicht, aber ich glaube, dass jeder in der Lage ist, einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Oft sind es die eingefahrenen Gewohnheiten, die uns das Gefühl geben, da geht nichts mehr. Die Anzahl der Aufgaben ist vielleicht im Laufe der Zeit mehr und mehr gewachsen, es haben sich Sachen eingeschlichen. Klar funktioniert es nicht, einfach noch mehr in das Programm aufzunehmen (auch keine Ruhepause), wenn der Tagesablauf sowieso schon aus allen Nähten platzt. Manchmal ist es eben wichtig, Dinge anders zu machen. Oder auch Aufgaben abzugeben.

Wenn man mitten drinsteckt – im Hamsterrad – dann ist es oft schwierig, diese neuen Optionen zu sehen. Der Tunnelblick stellt sich ein und es scheint gar keine Zeit zu sein, mal durchzuatmen und von außen auf die Situation zu gucken. Wenn du also wirklich eine Veränderung möchtest, dann ist es wichtig, mal einen Schritt zurück zu treten – vielleicht auch mit Unterstützung von außen – und dir einen Überblick zu verschaffen, was du tun kannst, um weniger Stress zu haben. Denn Stress ist nichts, was von außen kommt. Stress ist unsere Reaktion auf die äußeren Umstände.

Es gibt drei Stellschrauben, an denen du drehen kannst:

  1.  die äußeren Umstände verändern
  2. deine Einstellung dazu ändern
  3. Widerstandsfähiger werden.

Doch um zu entscheiden, in welcher Situation was angemessen ist, ist es wichtig, einen möglichst objektiven Blick auf die Situation zu werfen.

Du brauchst dazu

  • Abstand, um dir einen Überblick zu verschaffen und unterscheiden zu können, was
  • eine tatsächliche Überforderung durch zu viele Aufgaben ist und was
  • eine „gemachte“ Überforderung ist, die dadurch entsteht, was du dir selbst auferlegst. Und
  • etwas, das dir hilft, innerlich zur Ruhe und zu Kräften zu kommen, um die notwendige Veränderung auch umzusetzen.

Und hier kommt dein Herz ins Spiel….

10 Gründe, warum es sich lohnt, „herzbasiert“ zu leben

Dazu sollten wir noch mal eben definieren, was es überhaupt bedeutet, „herzbasiert“ zu leben. Für mich sind das zwei Aspekte. Zum einen bedeutet es mit sich selbst im Kontakt zu sein. Also sich voll und ganz mitzubekommen, nicht nur die Gedanken. Das alleine ist eigentlich schon unglaublich wertvoll. Denn darin steckt ganz viel Gutes. Und zum anderen verstehe ich darunter, ganz bewusst aus dem Herzen heraus zu leben und das Herz für sich als Kraftquelle zu nutzen. (Hier findest du mehr zur Wirkungsweise der HeartMath-Methode, bei der gezielt mit dem Herzen gearbeitet wird, um Stress zu reduzieren.)

Das Schöne ist, dass es zwar anfangs ein bisschen Zeit und Training braucht, sich immer wieder mit sich zu verbinden und im Kontakt mit den Gefühlen und dem Herzen zu sein. Aber mit der Zeit wird es immer leichter und ist irgendwann der natürliche Zustand. Ein Zustand, in dem Gelassenheit und Leichtigkeit mehr und mehr zur Normalität werden denn…

… „herzbasiert“ hilft:

  1. Klarheit über deine Gefühle und Bedürfnisse zu haben
  2. im Vertrauen zu sein anstatt aus der Angst heraus zu leben
  3. emotionale Stabilität zu entwickeln und dein eigener Fels in der Brandung zu sein
  4. empathiefähig zu sein
  5. Gefühlen wie Liebe, Dankbarkeit und Lebensfreude fühlen zu können – unabhängig von den äußeren Umständen
  6. mehr Selbstliebe zu spüren
  7. besser für dich zu sorgen und auch mal Grenzen setzen zu können
  8. Stress aktiv reduzieren zu können
  9. Zugang zu deiner inneren Wahrheit zu bekommen und Deinen Lebensweg klarer zu erkennen
  10. auf deine Herzintelligenz zugreifen zu können


Wie gesagt, aus dem Herzen und in einer tiefen Verbindung mit sich selbst zu leben, ist nichts, was von heute auf morgen passiert. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, sich überhaupt ihrem Inneren und ihren Gefühlen zuzuwenden oder auch längere Zeit dran zu bleiben. Sei es, weil es nicht gelernt wurde oder weil es sogar mal gute Gründe dafür gab, sich nicht mehr so gut zu spüren.

Safi Nidiaye schreibt in ihrem wunderbaren Buch „Wieder fühlen lernen“:

„Ein Hinweis zur Praxis: Wie überall, so gilt auch beim Wiedererlernen des Fühlens, dass der Weg das Ziel ist. Damit Sie nicht in die entmutigende Vorstellung verfallen, hart an sich arbeiten zu müssen, um irgendwann, nach Jahren fleißigen Übens ein Mensch zu werden, der unmittelbar fühlen kann, statt sich den Kopf zu zerbrechen und mit emotionalen Reaktionen herumzuplagen, weise ich gleich zu Beginn darauf hin, dass wir mit jedem Schritt, den wir tun, am Ziel sind. Es gibt kein Ziel. Es gibt nur Fühlen. Fühlen findet in jedem Augenblick statt. Die Frage ist nur: Sind wir dort, wo es stattfindet? Sind wir bei uns?“

Jeder Schritt in Richtung Fühlen ist also schon ein Erfolg. Und mit der Erfahrung aus meinen Coachings kann ich sagen, dass die Frauen, die erst mal diesen Zugang zu sich wieder bekommen haben, die Auswirkungen so positiv erleben, dass sie von sich aus dran bleiben wollen.

Ein erster Schritt

Vielleicht bist du ja ein bisschen neugierig geworden und hast Lust, dich mehr dir selbst zuzuwenden. Dann braucht es jetzt einen ersten Schritt, wie du damit beginnen kannst.

Hand aufs Herz

Und das meine ich ganz wörtlich. Leg einmal deine Hand auf dein Herz, spüre deinen Herzschlag, nimm wahr, wie dein Brustkorb sich durch die Atmung bewegt und frag dich aufrichtig, wie du dich gerade fühlst. Nimm dir eine Minute Zeit für dich. Das sollte drin sein.

Diese kleine Übung kannst du im Laufe des Tages immer mal wieder machen. Ein kleiner aber feiner Schritt, in einem guten Kontakt mit dir zu sein. Viel Freude mit dir!

Alles Liebe
Bela

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