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Gute Vorsätze schon über Bord? So gelingt Veränderung

Jeder war sicherlich schon mal in der Situation, dass etwas im Leben stört. Ein Verhalten, eine Angewohnheit, der Arbeitsplatz, die Beziehung… Je nachdem, wie man so drauf ist, geht es dann schnell oder auch nicht so schnell, bis aus dem Gedanken „Ich hätte gerne was anders“ auch wirklich eine Veränderung geschieht. Aber wovon hängt das eigentlich ab, ob und wie schnell man es schafft, so etwas umzusetzen?

Es gibt sicherlich zahlreiche Gründe, die eine Rolle spielen können. Vielleicht habe ich mir ein falsches Ziel gesteckt, habe mich übernommen, ich halte nicht durch, weil die Motivation fehlt und so weiter. Ich denke aber, es gibt eine grundlegende Sache, die unabhängig vom eigentlichen Ziel eine wichtige Rolle spielt: Nämlich die grundsätzliche Bereitschaft zur Veränderung.

Veränderung ist nicht jedermanns Sache. Ganz vereinfacht gesehen, gibt es die Menschen, die einer Veränderung mit offenen Armen begegnen, sich freuen und Juchhu schreien. Und dann gibt es Leute, die bekommen schon das Grausen, wenn sie das Wort nur hören. Und es gibt natürlich Zwischenstufen, aber wir bleiben der Einfachheit halber mal bei den Extremen.

Ich glaube, es gibt ein paar wesentliche Unterschiede zwischen Menschen, die Veränderungen willkommen heißen und Menschen, die Veränderungen nicht mögen. Zu welcher Kategorie gehörst du?

Wer Veränderungen mag….

…hat in der Vergangenheit sicherlich schon einige positive Erfahrungen gemacht und das Gefühl der Selbstwirksamkeit entwickelt


…spürt bei dem Gedanken daran eher eine Begeisterung in sich.


…kann sich leicht motivieren, das Thema anzugehen.


…hat keine Angst davor, die eigene Komfortzone zu verlassen.


…hat die Attraktivität des Ziels im Blick und freut sich darauf.


…spürt schon bei einem geringen Leidensdruck den Wunsch, etwas zu unternehmen und setzt sich in Bewegung.

Wer Veränderungen nicht mag…

…ist in der Vergangenheit vielleicht mal gescheitert und glaubt nicht so richtig daran, eine Veränderung bewirken zu können.


…bekommt bei dem Gedanken daran Angst oder fühlt sich unsicher.


…hat Probleme, die nötige Motivation aufzubringen.


…fühlt sich in seiner Komfortzone am sichersten und verlässt sie deswegen nicht gerne.


…sieht vor allem die Schwierigkeiten, die damit einher gehen.


…hat sich im Laufe der Zeit ein dickes Fell angeeignet, so dass der Leidensdruck ziemlich groß werden muss, bevor etwas unternommen wird.

Das sind wie gesagt die Extreme. Aber vielleicht findest du dich irgendwo in den Beschreibungen wieder. Und vielleicht kannst du ja erkennen, dass dein bisheriges nicht Umsetzen deiner Ziele gar nciht daran liegt, dass du zu faul bist oder zu wenig Durchhaltevermögen hast. Vielleicht hast du nur grundsätzlich Schwierigkeiten mit Veränderungen.

Bereitschaft zur Veränderung ist die grundlegende Voraussetzung dafür, dass sie auch passieren kann.

Wenn das schon nicht gegeben ist, dann muss ich mich nicht wundern, wenn ich Schwierigkeiten habe, etwas Neues in meinem Leben zu etablieren. Und dann bleiben die guten Vorsätze eben genau das, was sie sind. Gute Vorsätze. Wer sie zur Realität werden lassen will, muss sich verändern – mit allen Unbequemlichkeiten und Unsicherheiten, die dazu gehören. Blöd, wenn man das nicht mag.

Das Schöne ist aber, dass diese Eigenschaften, also diese Bereitschaft zur Veränderung, erlernbar ist. Auch wenn man sich schon sein ganzes Leben anders erlebt hat (Angst vor Veränderung), ist es möglich, diese Eigenschaften zu entwickeln. Unser Gehirn ist zum Glück das ganze Leben lang in der Lage, Neues zu lernen, auch wenn es im Alter sicherlich etwas länger dauert, als bei einem Kleinkind.

Ich glaube, dass diese geistige Flexibilität in Zukunft immer wichtiger werden wird. Die Welt verändert sich immer schneller, wir sind immer mehr gefordert, uns entsprechend anzupassen, das Neue im Alltag und Berufsleben zu integrieren. Wer da nicht mitkommt, wird irgendwann abgehängt werden.

Es gibt also viele gute Gründe, sich für diese Kompetenz zu öffnen :o)


Flexibilität und Offenheit mit der Kraft des Herzens

Was hat denn jetzt das Herz damit zu tun, fragst du dich vielleicht. Ein wichtiger Faktor, warum Menschen Veränderungen scheuen ist, weil die alten Gewohnheiten Sicherheit geben. Mögen es auch noch so destruktive Muster sein, man kann sich auf sie verlassen. Keine unliebsamen Überraschungen, keine neuen Herausforderungen. Dem Altbekannten ist man zumindest gewachsen.

Das Neue dagegen macht Angst. Wenn wir Angst haben, erleben wir Stress, fühlen uns unwohl, unsicher. Das Denken funktioniert nicht mehr so gut, da wir aus den höheren Funktionsbereichen im Gehirn ins limbische System abrutschen. Das macht verletzlich und angreifbar, manche reagieren dann mit Fluchttendenzen und ziehen sich zurück, andere fangen an zu kämpfen. Alles in allem kein entspannter oder angenehmer Zustand. Irgendwie verständlich, dass viele Menschen sich nicht freiwillig da rein begeben.

Und hier kommt da Herz ins Spiel. Mit unserem Herzen können wir den Stressreaktionen des Körpers entgegen wirken. Wir können positive Gefühle wie Dankbarkeit, Freude oder Liebe fühlen – und zwar nicht nur, wenn im Außen zufällig etwas passiert, was uns so fühlen lässt. Nein, wir sind in der Lage, diese Gefühle in uns zu produzieren, völlig unabhängig von dem, was in der äußeren Welt passiert.
Diese Gefühle sorgen, wenn man sie regelmäßig fühlt, dafür, dass im Körper Hormone ausgeschüttet werden, die entspannend wirken. Langfristig wird dadurch sogar das Gehirn umstrukturiert, so dass das oben beschriebene Abrutschen nicht so schnell passiert. Es entsteht eine innere Stabilität. Und dadurch ist es dann auch viel leichter, sich für Veränderungen zu öffnen.


Jetzt aber noch mal zu den guten Vorsätzen Veränderungen

Ob man sich dafür nun begeistern kann oder nicht, der Jahresbeginn ist energetisch gesehen einfach eine super Zeit, um Neues im Leben zu etablieren. Alles steht auf Neuanfang. Damit aus den guten Vorsätzen eine gelingende Veränderung wird, habe ich hier ein paar Tipps, wie du es schaffst, sie auch wirklich umzusetzen.

Mach dir deine Motivation bewusst
Was ist deine Motivation? Warum willst du das erreichen? Welches Gefühl möchtest du erleben, wenn du es erreicht hast? Stell dir das Gefühl schon mal innerlich vor, bade darin, wie es sein wird, wenn du es geschafft hast.

Mach dir die Hindernisse klar
Was könnte dich davon abhalten? Was spricht dagegen? Was musst du dafür aufgeben? Bist du bereit, diesen Preis dafür zu bezahlen?

Wäge ab
Ist dein Ziel attraktiver, als die Mühe, die du dafür auf dich nimmst? Lohnt es sich für dich?

Gib dir (und deinem Gehirn) Zeit
Neues muss antrainiert werden. Es reicht nicht, den Hebel umzulegen. Die Entscheidung ist der Start, aber dann heißt es dran bleiben und durchhalten. Und das kostet Energie. Und zwar wesentlich mehr, als in den gewohnten Bahnen zu bleiben. Zum Neujahr wird ja gerne mal ein Rundumschlag gemacht. Abnehmen, Detox, Sport, aufhören zu rauchen usw. Aber es erfordert schon, viel Energie, eine neue Gewohnheit zu etablieren. Starte lieber step by step. Zu viel auf einmal überfordert. Dann ist die Gefahr groß, schnell aufzugeben.

In sieben Schritten zum Erfolg

Wie ist das bei dir? Was möchtest du für dich in diesem Jahr verändern? Vielleicht ein neues Hobby, ein neuer Job, eine gesündere Lebensart? Spring noch schnell auf den Zug des Neubeginns auf und lass es jetzt Wirklichkeit werden.

Nutze diese sieben Schritte, um dir einen konkreten Plan zu machen:

  1. Ziel definieren: Was willst du wann erreicht haben
  2. Motivation aufbauen: Wie wirst du dich fühlen, wenn du es erreicht hast?
  3. Planen: Was sind die Zwischenschritte auf deinem Weg? Was brauchst du, damit die Veränderung auch gelingt. Wie erreichst du dein Ziel? Wer kann dich unterstützen?
  4. Notfallprogramm ausdenken: Was machst du, wenn du schwach wirst und von deinem Pfad abweichst? Wie bringst du dich wieder auf die gewollte Spur?
  5. Entscheidung treffen: Schließe einen Vertrag mit dir.
  6. Umsetzung beginnen: Halte dich an deinen Plan.
  7. Feiern: Wenn du geschafft hast, was du schaffen wolltest, sei stolz auf dich, klopf dir auf die Schulter und feiere!

Um dir die Sache zu vereinfachen, habe ich ein Worksheet für dich erstellt. Du bekommst den Downloadlink zugeschickt, wenn du dich für meinen Inspirationsletter anmeldest. Dort bekommst du regelmäßig kleine Impulse rund um die Themen Umgang mit Stress und Emotionen, Achtsamkeit, Medtation und Persönlichkeitsentwicklung.


 

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