Skip to content

Altes geht, Neues kommt – den Jahreswechsel bewusst erleben

Die weihnachtliche Stimmung hat mich bis heute nicht gepackt. Und das, obwohl in 3 Tagen der „heilige Abend“ ist. Ich bin nicht der größte Weihnachtsfan, schon gar nicht, was diesen Konsumwahnsin angeht. Aber die besinnliche Stimmung gefällt mir normalerweise ganz gut und ich mag es auch, gemütliche Stunden zu verbringen oder mit meiner Tochter zu backen. Dass das so ziemlich an mir vorbei gegangen ist, finde ich etwas bedauerlich. Ich befürchte, das wird auch nix mehr dieses Jahr. Ich nehme das mal so hin. Aber es gibt noch ein anderes Ritual zu dieser Jahreszeit und das werde ich auf jeden Fall zelebrieren: Die Rauhnächte.

Du findest einige Informationen zu den Rauhnächten im Internet. Teilweise unterscheiden sie sich etwas, da es unterschiedliche Traditionen dazu gibt. Hier ist eine kurze Einführung von Jeanne Ruland:

Hier findest Du noch eine ausführliche Anleitung, die mir ganz gut gefällt:

Die Rauhnächte – eine Anleitung für eine besondere Zeit

Ich mag dieses Ritual so gerne, weil ich die Energien des Loslassens und des Neubeginns so sehr deutlich wahrnehme und es schön finde, mich darauf einzulassen und mitzugehen. Ich genieße den Rückzug. Keine Arbeit, wenig Termine, mit gutem Gewissen zuhause bleiben (im Gegensatz zum Sommerurlaub, wo ich permanent unterwegs bin). Noch mal zurückblicken auf das vergangene Jahr, reflektieren, was gut gelaufen ist und was nicht, mir noch mal bewusst machen, an welchen Stellen ich beschenkt wurde. Und mich dann so langsam auf das neue Jahr einstimmen.
Von „guten Vorsätzen“ halte ich so gar nichts, aber ich finde es schon sinnvoll, mir Gedanken darüber zu machen, was ich im kommenden Jahr erreichen will. Und dann nutze ich die Magie der Raunächte, um mich bei der Erfüllung meiner Wünsche unterstützen zu lassen 🙂

Mein Rauhnachtsriutal

Ich beginne mit dem Ritual zur heutigen Wintersonnenwende. Wir haben den kürzesten Tag und die längste Nacht. Heute ist das Unbewusste (Nacht) ganz nah. Vielleicht träume ich deshalb in den letzten Nächten so viel. Krudes Zeug, wie ich finde. Aber durchaus mit Bezug zu den Dingen, die mich gerade bewegen.

Beutel mit Harz auf dem tischIch werde heute damit beginnen, die Wohnung in Ordnung zu bringen und eine erste Räucherung zu machen. Geräuchert habe ich zu diesem Anlass bisher noch nicht. Gestern hat mich aber eine Mischung angelächelt. Breuzinho – ein brasilianisches Harz zur Reinigung. Da konnte ich nicht widerstehen.
Und dann werde ich eine Wunschliste für das kommende Jahr schreiben. 12 Rauhnächste sind es, eine für jeden kommenden Monat. 13 Wünsche schreibe ich auf. Jede Nacht wird einer verbrannt. Welcher bleibt natürlich geheim. Die Wünsche des vergangenen Jahres habe ich tatsächlich komplett vergessen, so dass ich nicht sagen kann, was in Erfüllung gegangen ist 😉 Ich finde es aber so eine schöne Sache, dass ich es gerne wieder mache. 13 Wünsche – 12 Nächte – es bleibt also einer übrig. Den darf ich mir dann selbstständig erfüllen.

Orakeln

Es heißt, dass die „Tore zur Anderswelt“ geöffnet sind zu dieser Zeit. Dass wir eine intensive Verbindung zur geistigen Welt haben und das deswegen auch das Orakeln so gut funktioniert. Auch die Träume sollen wahrsagend sein. Daher ziehe ich an jeden Abend ein paar Karten: Tarot, Edelsteine, Aura Soma, wonach mir so der Sinn steht dieses Jahr. Ebenso wie die Wünsche gelten diese Karten dann für den Monat, der der Rauhnacht entspricht. Also die Nacht vom 24. auf den 25.12. steht für den Januar und so weiter. Da ich diese Karten aufhebe kann ich sagen, dass die Bedeutung in den vergangenen Jahren tatsächlich immer sehr passend war.

Tagebuch

Um die vielen Informationen nicht zu vergessen schreibe ich alles in ein Rauhnachtstagebuch. Also die Träume, an die ich mich erinnere, die Stimmung des Tages, das Wetter und auch die Karten, die ich gezogen habe. Alles, was irgendwie von Bedeutung scheint hat hier seinen Platz.

Ob man nun daran glauben mag oder nicht, ich finde, es ist ein schönes Ritual, um die Zeit „zwischen den Jahren“ besinnlich zu erleben. Es entspricht der Energie dieser Tage, sich zurück zu ziehen, sich zu sammeln, um dann im neuen Jahr wieder aufzublühen. Ich glaube, dass viele Menschen diese Zeit so bedrückend erleben, weil zum einen das Thema Familie sehr nahe rückt. Alles was da nicht geklärt ist, womit man nicht im Frieden ist, wird einem unfreiwilligerweise vor die Nase gehalten. Zum anderen bringt diese Zeit wie keine andere einen mit dem Unbewussten, den eigenen Schatten in Berührung. Wenn man sich dagegen wehrt, dann kann das schon mal unbequem werden. Daher gehe ich lieber mit, gebe mich dem hin, was da kommen mag. Nehme den Rückzug als willkommene Pause an, die ich mir sonst eher selten einräume. Und mache mir eine kleine Freude mit den Räucherungen und dem Ziehen der Orakelkarten.

In den letzten Wochen hat sich für mich ganz deutlich gezeigt, dass das Thema „Verbindung mit dem Herzen“ mein Spezialthema ist. Gestern habe ich das erste Mal gelesen, dass im Rahmen der Rauhnächte der 27.12. der Herzenergie gewidmet ist. An diesem Tag habe ich Geburtstag – ist das nicht passend? Das werde ich dieses Jahr also noch mal ganz bewusst und besonders feiern.

Wie auch immer Du diese Zeit verbringen wirst – ich wünsche Dir auf jeden Fall eine schöne, entspannte und harmonische Zeit. Vielleicht hast Du ja auch mal Lust, die Rauhnächte zu nutzen, um das Alte bewusst loszulassen und Dich auf das Neue einzustimmen. Ich freue mich, wenn Du über Deine Erfahrungen hier in den Kommentaren erzählst!

Alles Liebe
Deine Bela

Wenn dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich, wenn du ihn teilst.

Comments are closed.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen